Riecht dann nicht die Wäsche nach Essig? Das ist die häufigste Frage, die gestellt wird, wenn ich ihn als Weichspüler empfehle.
Die Antwort: Nein.
Doch zurück zum Anfang: Der Verbrauch von Weichspüler geht in Deutschland zurück. Dennoch gaben fast 21 Millionen Deutsche an, 2021 mehrmals pro Woche welchen verwendet zu haben.
Laut Umweltbundesamt gelangen jƤhrlich rund 250.000 Tonnen davon ins Abwasser. Was genau diese dort so anrichten, hat die Sendung “Marktcheck” vom SWR recherchiert:
Das Umweltbundesamt appelliert daher: “Weichspüler sollten immer nur dann eingesetzt werden, wenn man seine Funktionen auch wirklich benƶtigt, da es sich hierbei um einen zusƤtzlichen Eintrag von Chemikalien in die Umwelt handelt.”
Auf Weichspüler verzichten
Wenn du vƶllig auf ihn verzichtest, sparst du nicht nur die Chemie, die unsere GewƤsser belastet, sondern auch die Herstellung und Entsorgung der Plastikverpackung und den Transport der Waren.
Ich halte industriell hergestellte Weichspüler für vollkommen unnötig. Ich verwende etwas Essig, den ich in das Waschmaschinenfach gebe. Der Essig macht natürlich die Wäsche nicht weich oder duftig, glättet aber die Fasern. Das kennst du vielleicht von einer sauren Rinse beim Haarewaschen.
Weiterhin beugt Essig der Verkalkung vor, insb., wenn man auch alternative Waschmittel verwendet, wie z. B. Efeu oder dieses wirkungsvolle Waschmittel aus nur vier biologisch abbaubaren Inhaltsstoffen.
Verwendest du noch herkƶmmliches Waschmittel, welches meist Entkalker enthƤlt, dann brauchst du den Essig nicht.
Als Kritikpunkt hört und liest man oft, dass die Waschmaschine am Essig Schaden nehmen würde, weil dieser die Dichtungen angreifen soll. Ich spüle schon seit Jahren mit Essig und konnte keine Schäden an meiner Waschmaschine feststellen. Auch Gerüche treten nicht auf.
Warum empfehlen dann so viele Waschmaschinen-Hersteller Weichspüler? Hier wirst du häufiger sehen, dass Maschinenhersteller und Anbieter von Waschmitteln und Weichspülern Marketing-Kooperationen eingehen. Man empfiehlt sich gegenseitig und da kann es für die gemeinsamen Umsätze nur schädlich sein, wenn wir Konsument*innen einfach zu Hausmitteln greifen und weniger der Produkte nachfragen.
Letztlich ist es wie so oft, wenn es um einen nachhaltigen Alltag geht: Du entscheidest, was du nutzt und wem du dein Geld gibst.
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Nutzt du noch Weichspüler? Und welche Erfahrungen hast du mit Alternativen oder dem Weglassen gemacht?
Das steckt hinter diesem Tipp.
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