Um Wasserflecken und Kalkränder auf dem Geschirr zu vermeiden, nutzen wir in unseren Spülmaschinen Klarspüler. Diese kann man gebrauchsfertig im Handel kaufen. Mit rund einem Euro pro Liter sind sie beim Discounter zwar unschlagbar günstig, enthalten dafür aber oft unnötige und bedenkliche Tenside wie Alkoholethoxylat, das toxisch auf unseren Magen-Darm-Trakt wirkt. Will man das ausgerechnet am Geschirr haben, von dem man täglich isst?
Natürlich gibt es auch ökologische Alternativen (zum Beispiel von Sonett oder Ecover), die auf solche Gifte verzichten. Diese Produkte liegen dann allerdings oft schon bei rund acht Euro pro Liter. Ganz schön teuer!
Aber warum eigentlich kaufen? Um sich davon unabhängig zu machen, muss man nur verstehen, was ein Klarspüler in der Maschine eigentlich macht:
Er hat primär die Aufgabe, die Oberflächenspannung des Wassers zu brechen. Das Wasser soll nicht in dicken Tropfen auf den Gläsern stehen bleiben (was beim Trocknen unweigerlich zu Kalkflecken führt), sondern als unsichtbarer, dünner Film abfließen. Die Industrie nutzt dafür besagte chemische Tenside.
Diesen Effekt können wir uns zu Hause mit einfachen Haushaltsmitteln völlig ungiftig nachbauen! Alles, was wir dafür brauchen, ist eine leichte Säure (wie Zitronensäure), um Kalkablagerungen zu verhindern und Reste des Spülpulvers zu neutralisieren. Kombiniert wird diese Säure mit etwas hochprozentigem Alkohol (wie zum Beispiel unparfümiertem Spiritus). Der Alkohol sorgt dafür, dass das Wasser auf den Gläsern blitzschnell und absolut streifenfrei verdunstet.
Mehr Zauberei steckt nicht dahinter! (Zusatz-Tipp: Wenn du in deiner Spülmaschine ohnehin Multitabs einsetzt, benötigst du übrigens gar keinen zusätzlichen Klarspüler).
Mit dem richtigen Mischungsverhältnis aus Säure, Alkohol und Wasser stellst du dir ab sofort einen perfekten, ungiftigen Klarspüler für nicht einmal 1,80 Euro pro Liter selbst her.
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