Die Pastinake ist eines der ältesten Gemüse Europas und trotzdem in den meisten Küchen ein Fremder. Dabei wächst sie von August bis Dezember direkt vor der Haustür, verträgt Frost, lässt sich problemlos im eigenen Garten anbauen und schmeckt auf eine Weise, die schwer zu beschreiben ist: mild, leicht süßlich, mit einer Tiefe, die Karotte und Sellerie zusammen nicht hinbekommen.
Der Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt hat sie nicht zufällig zum Gemüse des Jahres gewählt. Sie ist aus der Küche verschwunden, weil die Kartoffel sie verdrängt hat. Schade, denn als Cremesuppe zeigt die Pastinake, was sie kann.
Die Pastinaken-Cremesuppe ist vegan, braucht wenige Zutaten und lässt sich je nach Würzung in mehrere Richtungen entwickeln: klassisch mit Petersilie, orientalisch mit Curry, arabisch mit Ras el-Hanout. Das Grundrezept bleibt dasselbe.
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