Eine Rolle pro Woche. Ungefähr so viel Küchenpapier verbraucht statistisch jede Person in Deutschland, Säuglinge und alle, die gar keine Küchenrollen nutzen, bereits eingerechnet. Wer tatsächlich zur Rolle greift, liegt entsprechend höher. Kaufen, benutzen, wegwerfen, wiederholen. Macht im Jahr 35 bis 45 Rollen pro Kopf, als Teil eines Gesamtverbrauchs von rund 18 Kilogramm Hygienepapieren pro Person und Jahr.
Was daran zusätzlich stört: Ein Großteil des dafür nötigen Zellstoffs kommt aus dem Ausland, zunehmend aus Plantagen in Entwicklungs- und Schwellenländern wie Brasilien, wo Anbau und Produktion teils erhebliche Probleme verursachen. Und der Recyclinganteil bei Hygienepapieren liegt weit unter dem, was technisch möglich wäre.
Dazu kommt ein Befund, den Öko-Test bei der Untersuchung verschiedener Küchenrollen gemacht hat: In einem erheblichen Teil der getesteten Produkte fanden sich Rückstände von Chlorpropanol 3-MCPD, einer Verbindung, die möglicherweise krebserregend ist. Empfehlung: Bei diesen Produkten keinen direkten Kontakt mit Lebensmitteln.
Wer auf Einwegtücher nicht verzichten will: Produkte aus Altpapier schneiden beim Ressourcenverbrauch deutlich besser ab.
Ersatz für die Küchenrolle
Die naheliegendste Alternative ist der Lappen. Stoffserviette, Geschirrhandtuch, zerschnittenes altes Baumwoll-T-Shirt. Einmal benutzen, in die Wäsche, fertig. Im Stapel oder aufgerollt in der Küche liegen sie genauso griffbereit wie eine Papierrolle, ohne dass jede Woche Nachschub fällig wird.
Das spart Geld, Verpackung und die wöchentliche Erinnerung daran, dass man gerade wieder Papier kauft, um es wegzuwerfen.
Eine Frage taucht dabei regelmäßig auf: Kann man Küchenlappen zusammen mit normaler Wäsche waschen? Die Empfehlung lautet: lieber separat, denn Lebensmittelkeime können auf andere Textilien übergehen. Bei 60 Grad mit Vollwaschmittel sind die Lappen sauber. Wichtig ist, die Küchenlappen regelmäßig zu tauschen, alle zwei bis drei Tage bei normalem Gebrauch, nach Kontakt mit rohem Fleisch oder Fisch sofort. Und nach jeder Nutzung offen aufhängen, damit sie zwischendurch gut trocknen können. Feucht zusammengeknüllt auf der Ablage können sie tatsächlich zu einer Keimfalle werden.
Wer nun extra Wäscheladungen bei 60 Grad fährt, zahlt etwas mehr als vorher. In vielen Haushalten landen die Lappen aber meist einfach mit in einer laufenden Wäsche. Was aber jede* für sich entscheiden muss.
Das steckt hinter diesem Tipp.
Viele solcher Tipps habe ich im Sparbuch zusammengefasst: mit exakten Rezepturen, Mengenangaben und Smartphone-Spickzetteln zum schnellen Nachmischen. Wer das konsequent umsetzt, spart über 1.000 € im Jahr. Das Sparbuch kostet 24,90 €.
Lieber erst testen? Die kostenlosen Checklisten für Küche & Bad gibt es im Newsletter.