Wenn dir der Hefewürfel schlecht geworden ist, muss er nicht in den Müll. Aus Frischhefe lässt sich mit zwei weiteren Zutaten ein Hefe-Dünger herstellen, der die Bodenorganismen in deinen Beeten und Kübeln auf Trab bringt.
Wer seinen Hefewürfel lieber retten möchte, bevor er schlecht wird, findet hier Tipps zum Haltbarmachen von Frischhefe.
Warum Hefe als Dünger funktioniert
In Backhefe stecken Vitamine, Mineralien und Eiweiße, unter anderem die B-Vitamine, Eisen, Magnesium, Kalium, Folsäure, Biotin, Niacin und Zink. Mit diesen Inhaltsstoffen fütterst du deine Pflanzen aber nicht direkt, sondern du versorgst die im Boden lebenden Organismen. Diese werkeln die ganze Zeit daran, die in verrottenden Pflanzenteilen vorhandenen Nährstoffe für deine Pflanzen zugänglich zu machen. Mit dem Hefe-Dünger regst du sie an, noch fleißiger zu sein.
Hefe-Dünger selber machen
Du benötigst 10 g Frischhefe, 20 g Zucker und 1 Liter handwarmes Wasser. Löse den Zucker im Wasser auf, füge die Hefe hinzu und rühre, bis auch diese sich aufgelöst hat. Dieses Gemisch lässt du nun etwa eine Woche stehen, der Zucker ist dabei Nahrung für die Hefekulturen.
Dann verdünnst du das Gemisch 1:10 mit Wasser und gießt deine Pflanzen damit, egal ob im Garten, auf dem Balkon oder auch Zimmerpflanzen. Alle zwei Wochen kannst du das wiederholen.
Am besten düngst du in der Hauptwachstumsphase von Frühjahr bis Sommer, alle zwei Wochen reicht völlig. Im Herbst und Winter brauchen die meisten Pflanzen das nicht.
Alternativ funktioniert der Hefe-Dünger auch als Kompostbeschleuniger, einfach über den Kompost gießen. Ich gönne unserem Kompost auch mal mit Wasser verrührten Sauerteig, wenn ich es nicht geschafft habe, die Reste rechtzeitig in einem Auffrischbrot zu verbacken. Bodenlebewesen lieben Mehl und Stärke, das funktioniert genauso gut.
Welche Pflanzen profitieren?
Über diesen Dünge-Turbo freuen sich alle Starkzehrer: Tomaten, Gurken, Paprika, Auberginen, Kürbisse, Zucchini, Kartoffeln, Kohl und auch Rosen. Auf Schwachzehrer wie Kräuter oder Balkonblumen lieber verzichten, die benötigen ohnehin wenig Nährstoffe.
Mein Tipp
Verwende bitte wirklich nur Frischhefe, die dir schlecht geworden ist. Wenn sie noch gut ist, backe lieber etwas Schönes damit. Manche empfehlen für diesen Dünger auch Trockenhefe. Die wird aber auch nach Jahren nicht schlecht und sollte lieber für Lebensmittel verwendet werden.
Bierhefe enthält ähnliche Nährstoffe und funktioniert nach demselben Prinzip. Sie wird aber ebenfalls nicht schlecht, und wer sie extra für den Garten kauft, gibt Geld für etwas aus, das auch kostenlos geht.
Wenn du für deinen Garten oder Balkon weitere kostenfreie Dünger-Alternativen suchst: Flüssigdünger aus Wildpflanzen oder Kaffeesatz als Dünger sind beides bewährte Optionen.
Das steckt hinter diesem Tipp.
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