Rote Bete, dünn gehobelt und mit einem fruchtigen Dressing angerichtet, ist eines der Gerichte, bei denen Aufwand und Ergebnis in keinem vernünftigen Verhältnis stehen. Im guten Sinne.
Roh oder gekocht?
Für ein Carpaccio wird die Bete roh gehobelt. Das überrascht viele, ist aber die bessere Wahl: Roh enthält sie mehr Nitrat und Betalaine als gekocht. Nitrat wandelt der Körper in gefäßerweiterndes Stickstoffmonoxid um, was den Blutdruck nachweislich senken kann. Die roten Farbpigmente, die Betalaine, wirken antioxidativ und entzündungshemmend. Dazu kommen Folsäure, Eisen und Betain. Die Rote Bete wurde als Gemüse des Jahres 2023/2024 ausgezeichnet, zu Recht.
Die Färbung
Wer schon mal Rote Bete geschält hat, weiß: Sie färbt alles, was sie berührt. Handschuhe sind Pflicht. Hände, die sich schon verfärbt haben, mit Zitronensaft einreiben, das hilft besser als Seife allein.
Saison und Anbau
Die Erntezeit liegt zwischen Juli und Oktober. Wer die Knollen im Garten lässt, kann sie bis in den Winter frisch ernten. Einfrieren geht nach dem Schälen und Kochen ebenfalls. Rote Bete ist unkompliziert anzubauen und benötigt wenig Pflege.
Die Blätter der Bete nicht wegwerfen. Sie sind essbar und aromatisch, ein Pesto aus Betenblättern lohnt sich.
Varianten
Das Rezept ist flexibel: Feta oder Ziegenkäse, Apfel oder Orangenfilets, Rucola oder Feldsalat, Walnüsse oder Pinienkerne. Grundsätzlich funktioniert ein Carpaccio mit fast jedem festen Gemüse, das sich hobeln lässt: Mairüben, Topinambur, Steckrüben, Kohlrabi, Möhren, Rettich, Knollenfenchel. Mit pflanzlichem Käse wird das Gericht vegan.
Rucola lässt sich übrigens auch im eigenen Garten oder auf dem Balkon anbauen.
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