Möhrengrün wandert in den meisten Küchen direkt in den Müll. Das ist schade, denn es schmeckt intensiv nach Möhre, ist vollwertig essbar und ergibt ein sehr gutes Pesto.
Pesto: das flexibelste Rezept der Küche
Pesto braucht im Grunde nur vier Dinge: ein grünes Blattgemüse oder Kraut, Nüsse, Hartkäse und Öl. Was genau, ist fast egal. Möhrengrün funktioniert, genauso wie Rote-Bete-Blätter, Rucola, Spinat, Brennnesseln, Petersilie, Mangold, Basilikum oder Bärlauch. Volker hat ein tolles Rezept für ein Sizilianisches Altbrotpesto, das zeigt, wie weit das Prinzip trägt. Alle Pestos findest du hier.
Bei den Nüssen gilt dasselbe: Walnüsse, Pinienkerne, Haselnüsse, Pistazien, Pekanüsse, Cashews oder ein Mix. Beim Käse lohnt es sich, auch mal andere Hartkäsesorten auszuprobieren: Manchego, Cheddar oder Pecorino statt Parmesan. Wer ein Pesto cremiger und milder haben will, rührt eine gekochte Kartoffel unter. Klingt ungewöhnlich, funktioniert gut.
Haltbarkeit
Pestos halten sich im Kühlschrank lange, wenn man eine Sache beachtet: Die Oberfläche im Glas muss immer mit einer geschlossenen Ölschicht bedeckt sein. Was darunter liegt, ist konserviert. Was darüber hinausragt oder am Glasrand klebt, kann schimmeln. Nach jeder Entnahme also kurz nachölen.
Möhrengrün bekommt man wo?
Möhren gibt es das ganze Jahr, das Grün ist am frischesten direkt vom Markt oder aus dem Garten. Im Supermarkt werden Möhren oft ohne Grün verkauft. Wer das Grün haben will, kauft am besten auf dem Wochenmarkt oder direkt beim Erzeuger. Nimm möglichst Bio-Ware: Untersuchungen zeigen, dass Möhrengrün aus konventionellem Anbau höhere Pestizidrückstände enthält als die Wurzel selbst. Aus dem eigenen Garten ist natürlich die beste Option.
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