Bärlauch hat ein enges Zeitfenster: März und April, mehr nicht. Wer ihn selbst sammeln möchte, findet ihn in lichten Wäldern und an Waldrändern. Wie viel du ernten darfst und worauf du achten musst, erklärt Mundraub gut. Wer nicht sammeln will, bekommt ihn im Handel und auf Wochenmärkten.
Ein wichtiger Hinweis beim Sammeln: Bärlauch kann mit Maiglöckchen verwechselt werden, die giftig sind. Der Geruchstest hilft nur, wenn du vorher noch keinen Bärlauch angefasst hast, sonst riechen deine Finger nach Knoblauch und du riechst an den falschen Blättern das Richtige. Sicherer ist der Blick auf die Blattform: Bärlauch hat einzeln aus dem Boden wachsende, matte Blätter mit einer Unterseite, die leicht heller ist. Maiglöckchen wachsen paarweise am selben Stängel und glänzen stärker. Wenn du dir nicht sicher bist, kaufe Bärlauch bitte und sammle nicht selbst.
Im eigenen Garten lässt sich Bärlauch ansiedeln, er benötigt aber feuchten, humusreichen Boden und Halbschatten. In trockenem Sandboden tut er sich schwer.
Pesto ist die naheliegende Verwendung: Das Knoblaucharoma des Bärlauchs trägt das Rezept allein, ohne dass echter Knoblauch nötig wäre. Du kannst aber auch noch Knoblauch hinzufügen, wenn es dir so besser schmeckt.
In 15 Minuten fertig, hält sich im Kühlschrank wochenlang, solange immer eine geschlossene Ölschicht obenauf ist. Pesto ist übrigens kein starres Rezept, sondern ein Prinzip. Mehr dazu beim Zitronenmelisse-Minz-Pesto.
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