Wer Cremes und Salben selbst herstellen will, scheitert selten am Können, sondern glaubt zunächst, dafür viel Equipment zu benötigen. Das stimmt nicht. Das meiste liegt bereits in deiner Küche.
Warum selbst machen?
Es gibt mehrere Gründe, die für die eigene Herstellung sprechen. Du weißt, was drin ist, und kannst die Zusammensetzung genau auf deine Haut abstimmen. Das ist besonders relevant bei Unverträglichkeiten, Hautkrankheiten oder wechselnden Bedürfnissen je nach Jahreszeit. Vielleicht soll deine Tagescreme im Winter etwas reichhaltiger, fettiger sein als im Hochsommer. Das kannst du ganz einfach in der Rezeptur berücksichtigen.
Ich habe einen anderen Zugang zu meinen Produkten gewonnen, seitdem ich die Kräuter dafür, wie Ringelblumen, Spitzwegerich, Efeu oder Johanniskraut, im eigenen Garten finde.
Und im Vergleich zu Naturkosmetik aus dem Handel spart man erheblich. Ich habe das mal für eine Deocreme nachgerechnet.
Must-haves: ohne diese geht es nicht
Zwei Geräte sind wirklich unverzichtbar für die Salben- und Cremeherstellung:
- Feinwaage mit mindestens zwei Nachkommastellen. Die Mengen bei selbst gemachten Cremes sind oft sehr gering, grobe Küchenwaagen reichen nicht. Gibt es schon für rund 10 Euro.
- Thermometer zum Messen in Flüssigkeiten. Ich verwende mein Bratenthermometer mit zwei flexiblen Metallsonden, das gibt es ab etwa 12 Euro. Es muss kein Spezialgerät sein.
Nice-to-have: vereinfacht die Arbeit
Ein kleiner Stab-Milchschäumer macht bei der Cremherstellung einen großen Unterschied. Fluffige Cremes per Hand zu rühren, wäre eine Herkulesaufgabe. Ein Pürierstab funktioniert ebenfalls. Milchschäumer gibt es schon ab etwa 8 Euro. Dazu empfehle ich Pipetten für die oft sehr geringen Mengen einzelner Zutaten.
Was du sicher schon hast
Kochtopf, Glas- oder Metallschalen, die hitzebeständig bis 100°C sind, kleine Löffel, Schraubgläser oder Tiegel – das alles ist in den meisten Haushalten vorhanden. Ich verwende alte Salbentiegel von früher gekauften Cremes. Es gehen auch alle anderen Gläser, die sich fest verschließen lassen.
Wenn du tiefer einsteigen willst
Mit wachsender Erfahrung kommen Wünsche nach Tuben, Pumpzerstäubern, Deorollern, Fläschchen oder Aufklebern dazu. Das ist aber kein Einstiegsthema.
Für den Start benötigst du jetzt vor allem Rohstoffe und Rezepte. Beides findest du hier.
Heikes Werkstatt: mehr solcher Anleitungen.
In der Werkstatt gibt es das alles im System: erprobte Rezepturen mit genauen Mengenangaben, 12 Saisonkalender und einen Ort, an dem du Fragen stellen und Erfahrungen teilen kannst.
🎁 Schon für 4,90 € im Monat. Wer das Jahresabo (49 €) nimmt, bekommt mein Sparbuch mit allen Checklisten und Smartphone-Spickzetteln dazu.
Noch nicht sicher? Starte mit meinen kostenlosen Checklisten für Küche & Bad im Newsletter.